Sascha Postner macht Jagd auf Kommunikation, Webstandards und Public Relations

 

Wordpress Suche verbessern

31. Januar 2010

Wer sich mit der integrierten Suche des Blogsystems Wordpress beschäftigt merkt schnell: Opimierung tut Not. Es fängt bereits damit an, dass die Suchergebnisse immer chronologisch sortiert werden und nicht nach Relevanz angezeigt werden können. Auch die darüber hinaus werden die Suchergebnisse eher unpraktisch aufbereitet. Mit einigen wenigen Handgriffen und der Installation einiger Plugins läßt sich dies aber weitestgehend ändern.

Verbesserungen am Template

Ausgab der Suchbegriffe und der Anzahl der Suchtreffer in den Suchergebnissen

Zunächst ist es eine gute Idee den User noch einmal daran “zu erinnern” nach was er eigentlich gesucht hat. Ich mache das am liebsten direkt oben im Titel des Template für die Suchergebnisse (search.php). Dabei lässt sich auch prima die Anzahl der Suchtreffer ausgeben:

<h2>Es gibt <?php echo $wp_query->found_posts; ?> Suchergebnisse für "<?php the_search_query() ?>"</h2>

Mit dem search_query kann man auch schön nochmal ein bereits vorgefülltes Suchfeld anbieten:

    <form id="bigsearchform" method="get" action="<?php echo htmlspecialchars($_SERVER['PHP_SELF']); ?>">
        <input class="searchfield"  type="text" value="<?php the_search_query(); ?>" name="s" id="q" />
        <input class="submit" type="submit" value="Suchen" title="Suchen" />
    </form>

Navigation der Suchtrefferseiten ändern

In vielen Templates wird bei der Navigation zwischen den Suchtrefferseiten leider der Text “Ältere Beiträge” bzw. “Neuere Beiträge” angezeigt. Mit diesem Code kann den Text verändern:

       < ?php previous_posts_link('&lt;&lt; Seite') ?>
      < ?php next_posts_link('Seite &gt;&gt;') ?>

Durchgängige Nummerierung der Suchtreffer

Wenn man die Suchtreffer durchgängig nummerieren möchte ist es am einfachsten dies über eine geordnete Liste zu erledigen. Dummerweise fängt Wordpress bei jeder Seite wieder an von vorne mit 1 zu zählen. Mit dem folgenden Code-Snippet läßt sich dies wunderbar anpassen.

<?php
  if( isset($paged) && ( intval($paged) > 1 ) ) {
  echo '<ol start="' . ( ($paged - 1) * $posts_per_page + 1 ) . '">';
  } else {
  echo '</ol><ol>';
  } ?>
<?php while (have_posts()) : the_post(); ?>
<li class="search-result">
<h3 id="post-<?php the_ID(); ?>"><a href="<?php the_permalink() ?>"><?php the_title(); ?></a></h3>
<!-- der Relevanssi Textauszug (s.u.) -->
<?php if (function_exists('relevanssi_the_excerpt')) { relevanssi_the_excerpt(); }; ?>
</li>
<?php endwhile; ?>
</ol>

Diese und einige andere Anregungen stammen aus dem Blog von Daniel Jäger.

Plugins

Search Suggest (Vorschläge für alternative Suchbegriffe)

Das Plugin Search Suggest von Joost de Valk ermöglicht es alternative Suchbegriffe vorzuschlagen. Dieses Feature kennt man unter anderem von Google und anderen Suchmaschinen. So lassen sich Tippfehler oder ähnliche Begriffe abfangen. Angezeigt wird in den Suchergebnissen dann “Meinten Sie vielleicht:” gefolgt von alternativen Suchbegriffen.

Die Vorschläge werden über die Yahoo-API generiert. Ebenfalls möglich wird so übrigens ähnliche Suchbegriffe in die Suchtreffer einzublenden!

Relevanssi (Verbesserung der Suchtreffer und der Relevanz)

Die Suchergebnisse der Wordpresssuche sind mit verlaub etwas dürftig. Verbessern lasseh Sie sich z.B. mit dem Plugin Relevanssi. Unter anderem lassen sich die Treffer so nach Relevanz ausgeben (mit Relevanzboost für Überschriften oder Tags) und die Suche auf bestimmte Kategorien oder Tags beschränken. Außerdem läßt sich zu jedem Treffer ein Textauszug anzeigen, in dem die Suchbegriffe hervorgehoben werden können.

Außerdem bietet das Plugin die Möglichkeit bestimmte “Blockwörter” aus dem Suchindex zu nehmen. Indexiert werden dabei auf Wunsch übrigens auch Kommentare und Pingbacks. Falls man möchte kann man durch den Index auch eine fuzzy-Logik-Suche aktivieren, wahlweise auch nur falls keine Treffer gefunden werden.

Als Schmakerl kann man sich auch ein Log der Suchanfragen an die Seite ausgeben lassen, um beispielsweise die eigenen Inhalte  an die Besucher anzupassen.

Kau-Boy’s AutoCompleter

Das Plugin AutoCompleter von Bernhard Kau ermöglicht eine Live-Search wie man sie auch von Google kennt. Im Gegensatz zu anderen Plugins, die “nur” vergebene Tags oder Kategorien vorschlagen sucht Kau-Boy’s AutoCompleter im Hintergrund die Inhalte des Wordpress Blogs ab und bietet sofort reale Suchtreffer an!

Angezeigt wird auf Wunsch sogar ein kurzer Textauszug rund um den Suchtreffer. Auch wenn es sicherlich noch einige Verbesserungsmöglichkeiten gibt (z.B. ist es nicht umbedingt sinnvoll sofort den ersten Treffer zu selektieren) ist es ein spitzen Plugin. Außerdem sollte noch der tolle Einsatz des Autoren betont werden und dessen schnelle Support!

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Technikwürze zu Formularen in zwei Teilen

3. Januar 2010

In einer Weihnachts- und einer Silvesterfolge haben Sylvia Egger, Daniel Jagszent und ich uns dem Thema Formulare angenommen. Während es in der ersten Folge um den Entwurf eines Web-Formulars ging, haben wir in der zweiten Folge Gedanken zur Barrierefreiheit, HTML5 und WAI-ARIA ausgetauscht.

Schwerpunkt der ersten Sendung waren vor allem drei Bücher, die uns in den vergangenen Monaten auf unsere Schreibtische geflattert sind: Web Form Design (Luke Wroblewski), Forms that work (Jarrett und Gaffney) und Fancy Form Design (Featherstone, Connell und Bolton).

Die Sendung 2 zum Thema Barrierefreiheit von Formularen gewinnt besonders durch die gute Vorbereitung von Sylvia Egger, die uns einen Überblick über spezielle Möglichkeiten von HTML 5 und WAI-ARIA zum Thema Formulare gab. Das ganze wurde gewürzt durch einige akustische Screenreader-Beispiele aus JAWS und NVDA.

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Neues Projekt “zuEssen.de”

26. Dezember 2009

Nach langjähriger Anlaufphase habe ich es jetzt zur Weihnachtszeit endlich geschafft ein neues Projekt online zu stellen. Es geht um einen Blog, den ich “zu Essen” getauft habe und der unter der gleichnamigen Domain www.zuEssen.de gefunden werden kann.

In letzter Zeit sind mir vermehrt Menschen begegnet, die entweder nur für kurze Zeit in Essen verweilen (Messe, Projekte etc.) oder die bereits eine Weile hier wohnen aber viele interessante Orte und Läden noch nicht entdeckt haben. Und gerade im Kulturhauptstadtjahr 2010 wird dieser Zustand sicherlich noch präsenter werden. Leider finden sich dank semantischer Überschneidungen der Stadt Essen mit der gleichlautenden Tätigkeit im Internet nicht immer brauchbare Hinweise und der inhaltliche Gehalt von Verzeichnissen wie Qype oder MeineStadt tendiert immer mehr zu GelbeSeiten2.0.

Daher möchte ich in diesem Blog meine ganz persönlichen Empfehlungen und Eindrücke zu Essen und seiner Umgebung wiedergeben. Meines Erachtens wird das Ruhrgebiet im Allgemeinen und Essen im Besonderen schlichtweg unterschätzt. Diese Seite soll mein Beitrag sein dies zu ändern.

Ähnlich einem Reiseführer geht es also in erster Linie darum Anhalts- und Ausgangspunkte für eigene Entdeckungen zu liefern und genau wie dem Reiseführer sollten Sie auch meinen Beiträgen nur bedingt vertrauen. Die hier empfohlenen Restaurants, Bars, Clubs und Sehenswürdigkeiten entsprechen vor allem meinem persönlichen Geschmack, denn mir liegt in der Regel nichts daran einen Laden mies zu machen, nur weil er mir persönlich nicht gefällt.

Über Hinweise und Empfehlungen freue ich mich ausdrücklich. Idealerweise geschieht dies über eine Email oder einen Kommentar zu einem Eintrag. Auch Fotos die unter CreativCommons Lizenz stehen und die Beiträge aufwerten, werden gerne genommen.

Wenn Ihr Euch für Essen und/oder das Ruhrgebiet interessiert schaut doch einfach mal rein. :-)

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iPhone Mute Knopf ausgetauscht (inkl. Video)

17. Oktober 2009

Wie bei vielen anderen Menschen, die ihr iPhone wie ich oft in der Hosentasche tragen, ist mir kürzlich der kleine Hebel zum Umschalten auf Vibrations-/Mutemodus an meinem iPhone 3G abgebrochen. Natürlich ist da keine Garantie mehr drauf und Apple will für eine solche Reperatur ziemlich viel Schotter haben.

Mein iPhone 3G auseinandergebaut auf meinem Schreibtisch.Deshalb habe ich mir flux für ein paar Cent ein Ersatzteil und ein Reperaturset geleistet, um mich heute daran zumachen das Teil selber auszutauschen. Dazu gehört IMHO etwas Mut, denn am Ende schaut man im Falle eines Falles mit einem extrem teuren Briefbeschwerer ziemlich doof aus der Wäsche!

Zunächst sei erwähnt, dass es nicht umbedingt nötig ist ein “Reperaturkit” zu erwerben. Was ihr wirklich braucht sind eigentlich nur 3 Werkzeuge:

  • Feinmechaniker Kreuzschlitz-Schraubendreher (Größe #00, also wirklich sauklein)
  • Plastikschieber zum Lösen von Steckverbindungen
  • (optional) kleinen Saugnapf (zum Lösen des Displays)

Eine exzellente Anleitung zur Öffnung des Apple Mobiltelefons, findet sich auf Englisch bei ifixit.com. Detailierte Bilder zeigen auf was in welcher Reihenfolge zu tun ist um an den Knopf zu kommen.

Wichtige Tipps und Hinweise:

  • Benutzt einen qualitativ guten Schraubendreher. Das Teil aus diesem Kit was ich bestellt habe war Müll und hat mir am Ende die Schrauben leicht beschädigt. Die letzten 2 Schrauben habe ich gar nicht mehr rausbekommen und musst deshalb ziemlich rumfrickeln.
  • Legt Euch ein DinA4 Blatt daneben auf das ihr die Schrauben gruppiert legt. Schreibt daneben mit einem Kugelschreiber wofür diese Schraubengruppe war (z.B. Platine, Ein-/Ausschalter, Kopfhörerbuchse etc.). Die Teile sind alle unterschiedlich lang und dick, so dass ihr schnell mal durcheinander kommt wohin jetzt welche Schraube gehört.
  • Nehmt Euch ordentlich Zeit, der Spaß dauert… Zumindest wenn ihr vorsichtig vorgeht und nix kaputt machen wollt.

Bei mir hat es gut geklappt. Der Puls geht am Ende der Aktion dann ordentlich hoch, weil man ja nicht weiß ob man wirklich alle Verbindungen wieder sauber hergestellt hat und ob kein Flachkabel angerissen wurde. Wie man feststellen darf, ist das ganze nicht soooo schwer und Ersatzteile sind im Netz leicht und günstig zu bekommen (leider kann ich nicht mehr auf den Shop verlinken wo ich zugeschlagen habe, denn der ist futsch – vermutlich aus Lizenzgründen :) ).
Der schwierigste Teil war auf jeden Fall den Akku zu entnehmen, der ist nämlich mit Klebeband verbaut und man sollte ihn nicht wirklich verbiegen.

Ich wünsche auf jeden Fall allen, die dieses Abenteuer ebenfalls angehen ganz viel Erfolg und helfe gerne, falls es Rückfragen gibt! ;)

Hier noch ein kleines Video, das die Reparaturaktion in Zeitraffer präsentiert.

(Musik ist unter CC-Lizenz von Vate aus Mexiko und der Song heißt Motor vom gleichnamigen Album)

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Buch: Presenting to Win

3. Oktober 2009

Presenting to Win

Diesmal eine weniger technische Buchempfehlung von mir: “Presenting to Win” von Jerry Weissman (19,90€ | 978-0137144174) ist ein Ratgeber der hilft die eigenen Präsentationsfähigkeiten zu optimieren.

Obwohl ich schon einige “Wie-präsentiere-ich-besonders-toll” -Bücher im Schrank habe, ist dieser Hardcoverband wirklich als besonders gelungen hervorzuheben. Das liegt in erster Linie daran, dass hier nicht über endlose Seiten vorgestellt wird, wie PowerPoint-Folien gestaltet und die zu vermittelnden Inhalte darin möglichst kreativ untergebracht werden können. Weissmann geht es zu großem Teil darum “wie die Story gut herübergebracht werden kann!”

Und genau hier liegt das Problem vieler Präsentatoren. Im Regelfall ist schon die Struktur und der Inhalt der Präsentation so schlecht, dass selbst gute Materialien die Geschichte nicht mehr retten würden. Daher beschäftigen sich dann auch konsequenterweise 80% des Buches damit, wie Inhalte aufzubereiten sind, damit man selbst als Präsentator seine Botschaft vermittelt bekommt.

Das Bild “das Publikum vom Punkt A (da wo es vor der Präsentation ist) zum Punkt B (wo man als Präsentierender es anschließend gerne haben möchte)” zu kriegen, wird zwar im Buch überstrapaziert, dies jedoch völlig zu recht. Redner vergessen nur zu gerne die Motivation des Rezipienten. Jeder der die Essener Kommunikationswissenschaft kennt weiß: Hier werden bei mir offene Türen eingerannt! :-) Punkte wie WIIFY (What is in it for you) oder der “call for action” werden nur zu gerne undeutlich verschlüsselt zwischen den Zeilen des Vorgetragenen versteckt. Ein großer Fehler! Resultat: MEGO (Mine Eyes Glaze Over) = Aufmerksamkeit liegt auf dem Blackberry oder der hübschen Tapete.

Wer dieses Buch ließt wird feststellen, dass PowerPoint-, KeyNote- oder Prezi-Präsentationen nur unterstützenden Charakter haben. Du als Präsentator, als Vortragender, bist der auf dem der Fokus liegen muss. Nicht zuletzt, da es ja auch um deine Reputation geht. Ein Fazit lautet daher: Jede PowerPoint-Präsentation, die per Mail verschickt und von einem Fremden verstanden werden kann, ist eine schlechte Präsentation!

Auch wenn man sich teilweise sehr zusammenreißen muss die Hinweise und Guidelines dieses Ratgebers umzusetzen wird einem dies zigfach zurückgezahlt. Die erste Präsentation bei der ich mich beruflich entlang von Weissmanns Ideen vorgearbeitet habe war bereits ein voller Erfolg, und das obwohl ich nur bestimmte Aspekte nutzen konnte. Übung macht hier den bekannten Meister! :)

Für ein Hardcover dieses Kalibers sind 20 Euro wirklich gut investiert.

Kudos für diesen Buchtip gehen übrigens an , der dieses Buch in seiner Session beim BarcampCologne3 präsentiert hat.

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