Wissenschaftliches Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0
Auch wenn man am liebsten nie aufhören würde zu studieren und erst recht wenn man am liebsten gar nicht früh genug aus der Uni in die wirkliche Welt entlassen werden würde, irgendwann erwischt sie jeden: Die Abschlussarbeit.
Dies in meinem Fall der Grund, der mich zum Kauf dieses Buches bewegt hat. Aber wie das Cover schon selber sagt, es geht um wissenschaftliche Arbeiten im Allgemeinen. Von der Dissertation bis zur einfachen Seminararbeit.
OpenOffice ist dabei meiner Meinung nicht nur wegen seiner kostenlosen Verfügbarkeit dem, “leider” auch bei vielen Stundenten, verbreitetem Microsoft Word vorzuziehen.
Jeder der schon mal eine Arbeit, die mehr als 4 Seiten umfasst, mit Word geschrieben hat, kann sicherlich ein Lied davon singen wie das Microsoft Programm den Verfasser mit seinen kreativen Formatierungsüberraschungen und Anzeigefehlern zur Verzeweiflung treiben kann.
Dabei sind viele Problem nicht umbedingt auf mangelnde Kenntnis des Benutzers zurück zu führen, sondern vielmehr ein Resultat der Tatsache, dass Word mit großen Dokumenten (in denenen vielleicht sogar, welch “Zumutung”, ein paar Grafiken enthalten sind) nicht mehr richtig umgehen kann.
Der Writer in OpenOffice hingegen kann auch umfangreichste Dokumente verwalten und bietet zusätzlich eine sensationelle Formatierungssystematik, die nachträgliches Umformatieren wiederholender Inhalte zum Kinderspiel macht. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit Literaturdatenbanken aufzubauen und die für wissenschaftliche Arbeiten üblichen Fußnoten, Querverweise, Verzeichnisse und Formate zu verwalten.
OpenOffice ist dabei sehr leicht zu bedienen und ist nach kürzester Umgewöhnungszeit für Microsoft Office Anwender einfach zu bedienen.
Der Autor Kai Surendorf, selber Student, kennt als Verfasser mehrerer Bücher die Problematiken, die beim erstellen eines umfangreichen Manuskripts auftauchen ziemlich genau.
Deshalb ist das Buch auch nicht nur eine gute Einführung in OpenOffice.org sondern auch gespickt mit nützlichen Hinweisen, die nicht nur in diesem Office Paket Verwendung finden dürften, sondern generell beim Verfassen von wissenschaftlichen Texten von Bedeutung sind.
Die Zielgruppe sehe ich gespannt zwischen Anfängern, denn es wird auch kurz die Installation und die grobe Funktion der Open Source Software erläutert (also auch so banale Dinge wie die Zwischenablage), und Profis, die sicherlich einige Kapitel überblättern können aber dennoch umfangreiche Tipps und Tricks geboten bekommen.
Mir zum Beispiel hat am besten die Kurzeinführung in OpenOffice Base geholfen, die am Beispiel einer Literaturdatenbank erläutert wie man Datebanken einrichtet, bearbeitet und verwendet.
Ich habe nun Dank diesem Buch eine Datenbank mit allen verwendeten Zitaten und kann auf Knopfdruck das Literaturverzeichnis auswerfen. Eine Hilfe, die zwar bei der Einrichtung etwas Arbeit verlangt, dafür aber auf lange Sicht deutlich zeitsparender sein dürfte!
Insgesamt ist das Buch mit 19,95 Eur sicherlich nicht zu teuer, zumal es als Hardcover daher kommt. Innenliegend findet sich auch eine CD, die das OpenOffice bereits enthält und auf der auch noch einige andere Vorlagen, Software und Tools enthalten sind.
Fazit: Ein weiteres Klasse Buch aus dem Galileo Computing Verlag. An die Liebe zum Detail (für mich ist ein integrierter Lesezeichenfaden einfach gern gesehen) aus diesem Hause kann man sich gewöhnen.
Wer dieses Buch ließt BEVOR er seine Magister-, Diplom oder Examensarbeit schreibt hat sicherlich am Ende viel Zeit gespart.
Auch gibt es wieder einen OnlineCode um sich auf der Webseite zum Buch Ergänzungen herunterzuladen. Da ist aber bisher noch tote Hose!
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Hallo Sascha,
das ganze ohne das viele unnütze Füllmaterial von Surendorf, mit etlichen ergänzenden Infos, die ich klasse fand – und ein halbes Jahr aktueller gibts von Fränkel: http://www.pg-verlag.de/verlagsprogramm/wissenschaftliche-arbeiten-schritt-fuer-schritt-zu-diplomarbeit-und-dissertation-mit-openofficeorg-2-writer-gerald-fraenkl.html
Theon.
Antworte Theo Nollte