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SEO – was für eine Sürge!!!

Dieser Blogpost ist ein kleines SEO-Experiment, bei dem ich wohl die Hommingberger Gepardenforelle des Heise-Verlags im Kopf hatte. Anders als bei dem Wettbewerb der c’t aus dem Jahr 2005, in dem es ebenfalls um Suchmaschinenoptimierung ging, ist “Sürge” indes ein Wort das zumindest im Ruhrgebiet durchaus Verwendung findet. In meinem Sprachgebrauch wird es übrigens auch im Zusammenhang mit zwielichtigen SEO-”Experten” regelmäßig verwendet!

“Was für eine Sürge!”

Auf die Frage einer neugierigen Arbeitskollegin was es denn mit dem Begriff Sürge auf sich hat, gab uns Google nur eine relativ dürftige Antwort. Abgesehen von den ersten zwei Treffern spiegelten die Suchergebnisse eher die Verwendung von Sürge als Nachname oder ähnliche Schreibweisen von fremdsprachlichen Worten wider. Mir fiel allerdings auch auf, dass der Autor eines Blogposts in dem er das Wort verwendet annahm er würde deshalb auf Platz 1 für Sürge-Suchergebnisse kommen. Nun, er fand sich auf Platz zwei! Ich nehme die Herausforderung an! ;)

Aber was ist denn nun Sürge?

Auf dem ersten Platz (Stand: 12. Mai) findet sich immerhin eine kurze Erklärung:

“Sürge” ist ein Dialektwort aus dem Ruhrpott, das eine eklige Flüssigkeit bezeichnet.

Andere Seiten verweisen auf ein Äquvivalent zu Sau, Pottsau oder Dreckschwein.
Meine Recherche zum Thema geht darüber allerdings noch etwas hinaus. Scheinbar ist das Wort auch ohne Ü mit einfachem U bekannt: Surge.
Im sensationellen Film “Bang Boom Bang” wird es beispielsweise von Ralf Richter aka Kalle Grabowski zitiert:

“Stell Dich nicht an wie so ‘ne alte Surge!”

Surge scheint dabei keine genuine Ruhrgebiets Erfindung zu sein sondern bereits aus dem Altdeutschen zu kommen und tatsächlich eine Sau bzw. ein Schwein zu bezeichnen. Mundmische deutet an, dass es auch noch heute in ländlichen Gebieten verwendet wird.
Möglicherweise hat Sürge, als Abwandlung von Surge, also wie viele andere Ruhrpott-Begriffe bei der Zuwanderung von Arbeitskräften Einzug in den örtlichen Sprachgebrauch gehalten. Anders als z.B. Mottek oder Omme ist Sürge/Surge aber scheinbar eben nicht von ausländischen Einwanderern mitgebracht worden, sondern von ländlichen deutschen Gebieten eingebürgert worden.

Wie sieht es aus?

Obwohl ich mir nicht allzuviel Mühe gegeben habe, hoffe ich doch auf Platz eins bei Google. Auch wenn es gerade bei diesem Thema relativ einfach ist, würde es doch zumindest einen Indikator liefern wie “wichtig” über Webstandards, sinnvolle Texte und gesunden Menschenverstand hinausgehendes SEO ist.
Hier der aktuelle Stand der Suchergebnisse zum Thema Sürge. Beim Thema “Surge” auf Platz eins zu kommen dürfte übrigens nicht zu letzt durch das gleichlautende englische Wort SEHR schwer werden! ;) [Update: Bisher hat es dieser Artikel nur auf Platz 4 geschafft. Offensichtlich ist Google da bezüglich Alter der bereits verfügbaren Artikel schwer beeindruckt! Vielleicht bringen ja ein paar Backlinks mehr!]
[Update 2: Während dem Egghat sein Blog mittlerweile nur noch auf Platz 3 in den Treffern auftaucht hat sich dieser kleine Beitrag zum Thema Sürge auf den zweiten Platz vorgeschoben! Da der bereits ursprünglich auf Platz eins stehende Artikel vermutlich ein oder zwei Backlinks hat wird hier eine Verbesserung schwierig!]

Auch wenn dieser Artikel einen reinen Selbstzweck verfolgt, hoffe ich doch dem ein oder anderen Suchenden einen Hinweis auf die Herkunft des Begriffs “Sürge” gegeben zu haben. Wer weitere Anregungen hat oder mehr Informationen zur Herkunft des Wortes hat schreibt bitte einen Kommentar hier im Blog.

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