Sascha Postner macht Jagd auf Kommunikation, Webstandards und Public Relations

 

Archiv für die Kategorie „Bücher“

The Fall of Advertising & the Rise of PR

Samstag, 5. August 2006

thefallofad.jpgDie vergangenen Tage musste ich ständig einen RAM-Riegel zwischen meinem MediaCenter und meinem Arbeitsrechner hin und her stecken. Das nervt und sorgt dafür, dass man irgendwann zu faul wird für eine interessante Fernsehsendung wieder den Rechner auszuschalten. Daher habe ich ein paar Bücher aufgeholt, die ich in letzter Zeit angefangen hatte. Darunter auch “The Fall of Advertising & the Rise of PR” von AL & Laura Ries.

Daran, dass ich keine Anzeigenkampagne gegen dieses Buch schalte, sondern darauf setze, dass “Word of Mouth” für sehr eingeschränkte Verkaufszahlen sorgt, erkennt man, dass ich die Botschaft des Buches sehr wohl verstanden habe.

Bitte kauft nicht dieses Buch. Die 3 (in Worten drei) Kernaussagen kann man auch hier zusammenfassen!
Was für eine Zeitverschwendung!

Worum geht es hier? Die Autoren wollen uns auf 280 Seiten davon überzeugen, dass man zum Aufbau einer Marke keine Werbung nutzen sollte sondern Public Relation. Nein, wirklich? Mal abgesehen davon, dass selbst dem letzten normal denkenden Menschen mittlerweile die Kraft der Meinungsbildung durch Pressearbeit und Co klar geworden sein sollte, braucht es nun wirklich nicht kapitelweise Beispiele von fehlinvestierten Werbemillionen, die dann noch nicht mal jeder wirklich interessierten Analyse standhalten würden.

Zu welchem Zweck hängt man wahllos Kosten für Werbekampagnen und ausbleibende oder sinkende Verkaufszahlen aneinander und stellt Zusammenhänge da, die nicht gegeben sein müssen? Im Prinzip betreiben Vater und Tochter hier die gleiche Überzeugungsarbeit mit den gleichen Mitteln, die Sie Werbeagenturen vorwerfen. Auch die Tatsache, dass sie im Prinzip recht haben heiligt da nicht die Mittel.

Für alle die sich für die Thesen des Buches interssieren hier die wichtigsten Fakten:

  1. Zum Aufbauen einer Marke ist Werbung der falsche Weg. Nutze PR und nimm dir eine ordentliche Portion Geduld mit. Denn Meinungsänderung dauert und ist extern bedingt, nicht durch unternehmenseigene Werbung (die eh keiner glaubt).
  2. Zum Verteidigen einer Marke ist Werbung geeignet, verzichte aber auch dann nicht auf PR. Verzichte aber umbedingt auf Kreativität bei der Werbung. Die sorgt nur dafür, dass die Werbung bekannt wird, nicht jedoch die Marke.
  3. Öhm? Denk, denk! Tja. Vielleicht: Sei erster in einer neuen Nische und erstell eine neue Marke anstelle einer “Brand extension”.

Ja, das war es. Es mag bestimmt für den ein oder anderen Leser noch ein paar interessante Hinweise oder Anekdoten geben, aber es ermüdet sehr, wenn man nach der Kernaussage über Seiten nur noch erfährt was Cola, General Motors, WalMart und Co so alles falsch und Absolute, Volvo und andere so alles richtig gemacht haben. Um es mal mit einem Zitat eines anderen Beraters zu formulieren, dessen Buch eins der nächsten auf meiner Lektüreliste ist:

Berater berechnen horrende Honorare dafür, dass sie gesunden Menschenverstand in groteske Worte fassen.
Neil Glass

Das Buch mag nicht so schlecht sein wie ich es hier darstelle, aber wer wirklich was über gute Public Relation Arbeit erfahren will sollte doch eher in ein anderes Werk investieren. Es sei denn er ist derzeit noch nicht überzeugt, dass Werbung, die uns seit Jahrzehnten erzählt wieder einen riesen Durchbruch in der Zahnpastaherstellung errungen zu haben, uns nicht wirklich zum Kauf einer neuen Zahnpastamarke verleiten wird.

Wer es doch kaufen will:
Hier ist der Link zu Amazon. Immerhin kann man es in der broschierten Ausgabe schon für 11,45 Eur kaufen.

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DOM Scripting – Jeremy Keith

Sonntag, 18. Juni 2006

dom.jpgDieses Buch hatte ich auch bereits in unserem Podcast empfohlen. Es handelt sich um ein Sach- und Trainingsbuch, dass uns Leser in die wunderbare Welt des “Document Object Model” Scripting einführen will.

Ohne hier erschöpfend erklären zu können was es mit diesem DOM auf sich hat und wozu es gut ist, sei folgendes dazu gesagt.

Das “Document Object Model” und dessen Verwendung hilft Webseiten dynamischer zu machen und mit ein bißchen mehr Coolness zu versehen.

Der Autor Jeremy Keith gibt sich große Mühe nicht zuviel vorauszusetzen und beginnt mit einer kleinen Einführung zum Thema Javascript, mit dem man das DOM manipuliert.
Ich glaube, dass Menschen, die sich noch nie mit einer Programmiersprache befasst haben dennoch schwierigkeiten haben werden. Das liegt aber nicht am Buch sondern daran, dass man sich in die Verwendung von Arrays und Funktionen erst einmal hineindenken muss.

Für Webdesigner wie mich ist es ein tolles Buch, dass an schönen Beispielen erklärt, wozu man diese Technik nutzen kann, wie sie sinnvoll eingesetzt wird und wobei man besonders aufpassen muss. Ich kenne mich etwas mit PHP aus und habe auch schon das ein oder andere JS verändert, aber diese Einführung hat mir einige neue Wege in die Welt der Webstandards geöffnet,
Jeremy Keith erklärt hervorragend was es mit der Dreiteilung (XHTML, CSS und DOM) auf sich hat. Außerdem ist mir endlich klar geworden was “unobrusive Javascript” eigentlich genau ist und wie man dadurch das Verhalten von der Struktur der Webseite trennen kann. Es geht eigentlich nie zu schnell, eher mal zu langsam.

Das ist auch gleichzeitig der einzige Kritikpunkt. Teilweise machen mal ein paar Seiten Quelltext das Ende eines Kapitels aus. Danach werden dann erneut Teile der Funktionen auseinander genommen, die bereits in vorhergenden Kapiteln erläutert wurden.

Aber so sind sie die Amerikaner. :-) Produzieren leicht lesbare Sach- und Fachbücher, deren Lektüre wirklich freude macht, aber manchmal wiederholen sie sich so oft, dass man ganze Kapitel überspringen möchte. Ich wünschte, dass könnte ich von meiner deutschen Studienlektüre auch sagen! ;-)

Ich würde sagen, was “The Zen of CSS Design” für Cascading Style Sheets ist, ist “DOM Scripting” für Direct Object Modelling. Also kaufen!

Update: Auch Jeremey Keith ließt diesen Blog ;-) Bzw. sein Verlag oder Webmaster scheint deutsch zu können, denn seit kurzem ist ein Zitat von mir auf seiner Homepage: http://domscripting.com/book/ (ganz unten).

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Die falsche Fährte – Henning Mankell

Sonntag, 7. Mai 2006

Die Romane um Kurt Wallander erfreuen sich ja bereits seit einiger Zeit einer größeren Beliebtheit. Aber ich komme erst jetzt, dank langem Weg zum Arbeitsplatz und total unentspannten Bahnverbindungen, dazu mal ein paar Bücher dieser Serie aufzuholen.
Im Falle von “Die falsche Fährte” hat es immerhin 5 Jahre gedauert, bis ich es gelesen beiseite legen konnte.

Die falsche Fährte - Henning MankellEs mag an meiner Begeisterung für Schweden liegen, oder vielleicht daran, dass ich sogar einige Orte und Gegebenheiten aus den Mankell Büchern aus meinem Erasmusaufenthalt kenne, aber ich finde seine Bücher einfach großartig.

Die Geschichte dieses Buches spielt im Sommer 1994 um Mittsommer herum. Wallander muss eine brutale Mordserie aufklären, bei der einem Mann nach dem anderen der Kopf mit einer Axt gespalten und den Opfern danach der Skalp vom Kopf getrennt wird.
Doch damit nicht genug. Der Mörder hat sich für einige seiner Taten noch weitere Perversionen ausgedacht. Einem Kleingarnoven träufelt er Säure in die Augen während dieser noch lebt und einem Wirtschaftsbetrüger wird der Kopf nach seinem Tod im Backofen gegrillt.

Nicht gerade der Start in einen ruhigen, beschaulichen Sommer für die Mitarbeiter der Mordkommision in Ystad. Zusätzlich müssen sie sich noch mit dem Selbstmord eines jungen Mädchens beschäftigen, das sich auf einem Acker mit dem gesamten Rapsfeld anzündet und verbrennt.

Der Plot ist sehr spannend und ich hatte als Leser ständig den Eindruck Wallander über die Schulter sehen zu können. Dank der dichten Erzählung ist man emotional sehr stark involviert und kann sich mit ärgern, weinen und entsetzen.

Teilweise ist die Handlung vorherseh- und berechenbar. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, bleibt es spannend und aufregend.

Leider ist natürlich wieder einmal jede Kleinigkeit die sonst noch so passiert (in diesem Fall also zum Beispiel der Selbstmord des Mädchens auf dem Feld), mit der Mordserie verknüpft. Ich warte noch auf einen Krimi wo der Leser die ganze Zeit den Verdacht hat, es würde zum “großen” Fall gehören und sich dann am Ende herausstellt, dass es ein völlig anderer Sachverhalt ist.

Insgesamt wieder ein gelungener Mankell, den man ungeingeschrängt empfehlen kann. Danke auch für die Statements zu den schwedischen Flughäfen, die ich nur bestätigen kann ;-)

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Going Postal

Samstag, 11. Februar 2006

Again I sticked my nose into one of those ingenious discworld novels of Terry Pratechett.

This one covers a conflict between the “clacks” and the postoffice which can easily seen as the conflict between modern technologies (like the Internet) and the more traditional ways (like snail mail).

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A short history of nearly everything

Samstag, 21. Januar 2006

Bill Bryson is famous for his travel books, especially about Australia and Asia – the reason he came across me in the first place. In this particular specialized book he wants more than just to tell the world were you can find nice places and interesting cities. Bryson claims to explain the whole world or, as it is mentioned in the title of the book, nearly everything.

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