Sascha Postner macht Jagd auf Kommunikation, Webstandards und Public Relations

 

Archiv für die Kategorie „Gammel“

Geek Gadgets zum Geburtstag

Sonntag, 22. Oktober 2006

Ja ja, vor kurzem war es wieder soweit. Ich bin ein Jahr älter geworden. Wenn man es genauer nimmt, dann natürlich nur einen Tag, aber was solls! ;-)

Meine Arbeitskollegen haben mich mit senationellen Geschenken bedacht und zwei davon möchte ich zumindest kurz hier vorstellen. Nicht nur als Beweis, dass an diesem Blog bzw. diesem Podcast wirklich Nerds und Geeks arbeiten, sondern auch als Anregung für Euch als Geschenkidee…

Kugelbahn für den Kühlschrank

frigits-more.jpg
Das absolute Highlight ist für mich die Frigits Magnet-Kugelbahn für den Kühlschrank. Ultra genial. Diese in grün und blau gehaltene Kugelbahn hat als Halter ziemlich starke Magnete, die es ermöglichen sie z.B. am Kühlschrank oder am Case des PC-Towers anzubringen. Mitgeliefert werden Halbrohre, ein Schaufelrad, eine Korbwippe, ein paar Murmeln und eine Auffangschale.

Ein sehr kurzweiliges Vergnügen, dass mich jetzt jeden Morgen aufhält, wenn ich die Milch aus dem Kühlschrank holen will. :-)

Ich bin schon so süchtig, dass ich mir gerad noch eine “Corner-Extension” und ein paar zusätzliche Elemente bestellt habe. Wenn die angekommen sind mach ich mal ein paar Bilder von dem neu verbauten Kühlschrank.

No Javascript Just CSS

Kein Javascript nur CSSAußerdem ist meine Liebe zu Webstandards und CSS Lösungen von Navigationen und interessanten Effekten auch mittlerweile bei Freunden und Kollegen angekommen. Mein Lieblingsspruch scheint zu sein:

Leute, dass ist nur CSS! Kein Javascript mit drin. Just CSS Leute. Ist das nicht der Wahnsinn?

Deshalb darf ich diese Begeisterung für reine Style Lösungen jetzt auch durch meine Kleidung ausdrücken. Mit enormen Aufwand und einem guten Design ist mir zu diesem Zweck ein neues T-Shirt zur Verfügung gestellt worden.
Damit werde ich wohl jetzt auf jeden Fall als Geek erkannt, wobei mich jemand aus der IT-Abteilung bei uns ernsthaft gefragt hat: “Was ist eigentlich CSS?” ;-)

Ich habe mich über all das tierisch gefreut und nachdem ich jetzt auch festgestellt habe, dass Goldene Zeiten endlich im Handel angekommen ist kann ich auch den Amazon-Gutschein ganz entspannt verbraten (Burkhard, wenn du das ließt – denn du ließt ja sehr aktiv den Blueeee Mopeeeed Blog ;-) – weißt du was du zu tun hast).
Danke also an meine Abteilung.

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Abzocke mit Handy-Lockanrufen

Sonntag, 28. Mai 2006

Aaaaaaaaaaaah! Ich ärgere mich schwarz. Eigentlich habe ich mich ja schon daran gewöhnt, dass gelegentlich mal das Mobiltelefon klingelt und nach nur einem Rufton wieder einschlummert. Als entgangener Anruf wird eine Nummer angezeigt, die beim oberflächlichen drübersehen als Handynummer durchgehen könnte.
Beispiel: 0137720999 (Leicht zu verwechseln mit 0173).

Diese Nummern gehören zu so genannten Mehrwertdiensten. Ein Anruf auf eine solche Nummer kann leicht bis zu 2 Eur kosten. Die Betreiber solcher Anrufwellen setzen darauf, dass die Betroffenen glauben einen wichtigen Anruf verpasst zu haben und zurück rufen.

Abgespeist wird man dann meist mit einem einfachen “Vielen Dank” oder “Danke, dass Sie abgestimmt haben”.

Im schlimmsten Fall ruft man aufgrund der rätselhaften Ansage sogar mehrfach an. Der Schaden für den einzelnen mag nicht erheblich sein, aber bei nur 1 Eur pro Rückruf und einer automatisierten Anrufwelle in ganzen Handynummerbereichen (z.B. 0170-xxxxx – 0179-xxxxx) kommen für die Täter leicht etliche 100.000 Eur zusammen.

Jetzt hat es mich auch erwischt. Dabei habe ich sogar vorher schon 2 Anrufe von dieser Nummer identifiziert und nicht zurückgerufen, doch beim dritten mal erwartete ich einen wichtigen Anruf von einem Bühnenbauer und kannte seine Nummer nicht. Durch die Aufregunge war ich unaufmerksam! Dabei halte ich mich eigentlich nicht für einen sonderlich leicht zu übertölpelnden Mitbürger.

Die Gesetzgebung erschwert es den Betroffenen ziemlich gegen die Täter vorzugeben. Man kommt fast nicht an die Adressen der (Briefkasten-)Firmen und dank niedriger Streitwerte haben selbst dann Klagen bzw. Anzeigen wenig Aussicht auf Erfolg.

Es ist dennoch wichtig etwas gegen diese Abzocke zu tun und nicht aus Bequemlichkeit auf ein Vorgehen zu verzichten!

Auch bei den relativ aufwendigen und selten von Erfolg gekrönten Irrwegen der Strafanzeige sollte man als Geschädigter gegen diese Betrüger vorgehen.
Die im Folgenden aufgeführten Tipps habe ich größten Teils von dialerschutz.de übernommen.

So gehen wir als Geschädigte vor:

  1. Der Vorgang sollte der Bundesnetzagentur gemeldet werden.
    Sie kann die Nummer sperren und so zumindest dafür sorgen, dass keine weiteren Menschen auf diesen Trick (bei dieser Nummer) hereinfallen.
    Leider werden die Anrufwellen immer öfter am Wochenende eingeleitet, da dann die Bundesnetzagentur nicht arbeitet.
    Sie erreichen die Behörde unter rufnummernspam@bnetza.de oder per Fax unter 06321 / 934 – 111. Diealerschutz bietet einen Musterbrief für diese Aufgabe an.
  2. Finden Sie den Endverantworlichen der Rufnummer heraus.
    Es gibt nur einige wenige Firmen, die die Mehrwerdienstnummern anbieten. Leider treten diese als Widerverkäufer auf und verkaufen ganze Nummernblocks wiederrum an kleinere Firmen, die ihrerseits wieder an Kunden vermieten können.
    Die Bundesnetzagentur zeigt in ihrer Datenbank welche Nummernblöcke an welche Unternehmen (1. Ebene) vergeben wurden. Deren Adressen gibt die Behörde ebenso bekannt. So kann man eine Vergabefirma herausfinden und diese um die Nennung der Endverantworlichen bitten. Sollte das Unternehmen die Herausgabe verweigern, so informiert man ebenfalls die Bundesnetzagentur.
  3. Nun hat man alles zusammen. Es kann Strafanzeige erstattet werden.
    Zuständig ist die nächste Polizei, Kripo oder Statsanwaltschaft. Wichtig ist alles genau zu dokumentieren. Also die Liste entgangener Anrufe sichern bzw. mit zur Polizei nehmen. Handyrechnung mitnehmen etc.
  4. Wer mutig ist, bzw. die Mühe von Papierkrieg und Stress auf sich nehmen mag, sollte die Zahlung des Betrags an seinen Mobilfunkanbieter verweigern. Das gibt mit Sicherheit einigen Ärger, denn die Mobilfunkprovider sehen sich nicht in der Pflicht herauszufinden ob das Geld, dass Sie eintreiben sollen rechtmäßig in Rechnung gestellt wurde.
    Sobald der strittige Betrag jedoch einmal bezahlt wurde, ist er für immer weg. Daher am besten die Lastschrift rückbuchen und den unstrittigen Betrag SOFORT wieder überweisen. Damit zeigt man, dass es nur um die Summe der Abzocke geht.

Das ist der Weg, den ich die kommenden Tage auch gehen werde. Hoffentlich werden andere dies auch tun.

Die Politik und die deutschen Mobilfunkunternehmen sind in der Pflicht einge Grundlage gegen diese Machenschaften zu erstellen und unbörokratische Hilfe anzubieten.

Es wäre sehr sinnvoll, wenn die Politik in Zukunft etwas gegen diese Abzocke tun würde und dafür sorgt, dass es einfacher wird diese Machenschaften zu unterbinden. Ebenfalls sinnvoll wäre es, dass bei quantitativ hohen Einsprüchen Gelder von Firmen, die verdächtig sind von den Mobilfunkanbietern nicht sofort weitergereicht werden sondern erst nach Prüfung der Bundesnetzagentur (gerne auch nach Abzug einer Bearbeitungsgebühr von z.B. 10%) freigegeben wird oder gutgeschrieben wird.

So würde zumindest ein Teil, vermutlich sogar der größte, wieder an die Verbraucher zurückfließen.

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Billiger zu haben als Frau Schmidt aus der Buchhaltung…

Samstag, 6. Mai 2006

Unwissende regen sich über sexistische und verachtende Werbung von Tele2 auf ohne Ahnung von der Materie und den Grundlagen der Spots.

Über Geschmack läßt sich ja bekanntlich vortrefflich streiten. Und das gilt nicht nur für Autos, Kunst, Musik und Frauen (respektive Männer), sondern auch für den Stil und die Machart von Werbung.

Derzeit macht der Telefon- und Internetanbieter Tele2 Werbung für seine “kostenlose” Flatrate. Wir wollen jetzt nicht darüber diskutieren ob dieser Zugang nun wirklich für 0 Eur zu haben ist und ob hier der Verbraucher nicht irgendwie zum Narren gehalten wird. In diesem speziellen Fall geht es mehr um den Werbeträger und den Slogan.

Als Schauspieler für die unterschiedlichen TV-Spots und Plakate hat Tele2 verpflichtet, der dort in seiner Rolle als Bernd Stromberg aus einer im Jahr 2006 gelaufenden Pro7 Serie (die übrigens lobenswerterweise komplett über die Webseite von Pro7 angesehen werden kann) auftritt.
Dieser Typ “is nen janz fiese Charakter” wie der Kölner sagen würde. Als Chef einer Schadensregulirungsabteilung in einer Versicherung schikanierte Stromberg in dieser Fernsehserie seine Mitarbeiter und zeigte seine soziale Inkompetenz durch markige Sprüche und hirnloses Verhalten.

“Geld? Macht doch nicht glücklich… Gemischter Tach in der Sauna und da schön den BimmBamm baumeln lassen, dass macht glücklich!”

Die Serie hatte viele Fans und diese waren vor allem in der von Tele2 vermutlich aversierten Zielgruppe zu finden, junge Männer…
Was auch immer von dieser Serie hält, es ist natürlich ein kluger Marketinggag diese Hauptfigur als Werbeträger für ein Produkt, dass mit kostenloser Verfügbarkeit angepriesen wird, zu nutzen, wenn man die Fans dieser Serie als primäre Zielgruppe hat.

Mittlerweile hat sich sogar eine kleine Fangemeinde entwickelt, die die Produktion einer dritten Staffel fordert. Diese werden direkt angeprochen.

Was stellt man aber nun in den letzten Tagen und Wochen fest? Verschiedene Gruppen halten die Fahne des Protestes hoch in die Luft. “Sexistisch” sei die Werbung und “ohne jeden Geschmack”. Aber nicht nur die Kaffeekränzchenparolen der weiblichen Konsumenten, nein, auch die Kritik von Expertinnen, die eigentlich wissen sollten wie man sich mit Hintergrundinformationen versorgt, schallt einem entgegen.

Eins der letzten Beispiele ist Venus FM auf WDR5. Dort verlass eine Journalistin/Redakteurin (Imke Markgraf) ihren Kommentar zu dieser Form der Werbung, wobei Sie sich im Besonderen über den Slogen aufregte.

Billiger zu haben als Frau Schmidt aus der Buchhaltung…

Offensichtlich hatte Frau Markgraf keine Ahnung, dass alle in der Tele2 benutzen Slogans und die von Herrn Herbst verkörperte Figur Teil einer Fernsehserie waren bzw. sind. Anstatt sich nun darüber aufzuregen, dass die Sprüche das Blödeste sind und wir doch “sicherlich wissen, dass die Frau Schmidt aus der Buchhaltung unbezahlbar ist”, und damit in das immer gleiche Horn der “Zu Hülf, schon wieder wurde eine barbieartige Frau als Werbeträgerin mißbraucht und jetzt wird sogar schon wieder abfällig über Frauen im Werbefernsehen hergezogen”-Frauen zu tröten, hätte Frau Markgraf einmal hinter die Kulissen schauen können.

Ich werde mich jetzt bestimmt nicht aufregen, wenn die nächste ColaLight Reklame auftraucht und man sich im Hochsommer als Mann wieder anhören muss: “Warum kannst du eigentlich nicht so sexy aussehen, wenn du unseren Kühlschrank nachfüllst?”. Ich werde auch nicht nur kurz an die alte Spontexwerbung erinnern, in der der Mann als Putzschwamm mißbraucht wird oder an den Zewa-Spot indem der Mann als letztes Übel einfach weggewischt wird.
Ganz aktuell auch die Werbung von Senseo, bei der sich die Kaffee genießende Frau wünscht, dass Ihr Freund von der Klippe stürzt, damit sie in Ruhe weiter das Bohnenheißgetränk verkosten kann.
Aber kann man sich denn nicht einfach mal über solche Spots amüsieren ohne gleich wieder die Moralkeule rauszuholen?

Da die Spots ja soger aus dem Download verschwunden sind, den Tele2 angeboten hatte (keine Sorge, einen Spot hatte ich im Internet aufgespürt und diesen hier angehängt) und auch der Slogan dort jetzt viel entschärfter klingt.

Da für einige Zeit alle Spots auf der Tele2 Seite nicht mehr downloadbar waren (inzwischen sind sie wieder da) und auch der Slogan dort entschärft wurde:

“Ich rieche ja ein gutes Angebot wenn ich es sehe”

könnte es sogar sein, dass Tele2 von irgendwelchen Stellen (Hallo Emma? Hallo Alice Schwarzer?) ordentlich Druck bekommt. Aber wann werden die Kritiker verstehen, dass Werbung nicht allen gefallen kann, wenn sie erfolgreich sein will. Marketing ist keine Demokratie und letztlich zählt wieviel Produkte man verkauft.
Wie auch immer! Mir gefällt als begeisterter Zuschauer der Serie die Werbung und ich bin mit Sicherheit in der Zielgruppe zu verorten ;-) . Ich bin mal gespannt ob nun alle Tele2 Plakate verschwinden.

Gedanken? Kommentieren! (Auch Frau Schwarzer darf und sollte! ;-) )

Edit: Ganz im Gegensatz zu einer Werbung mit Konzept und Hintergrund steht übrigens diese hohle Alice-Werbung für das ISDN und DSL Angebot von Hansenet. Wann werden die Marketinggurus endlich lernen, dass es mit einer hübschen Frau alleine nicht getan ist (die übrigens zu krasse Augenbrauen hat, aber egal…). Das ist zwar auch nicht umbedingt zu verurteilen, aber schon niveaulos und mit sicherheit ziemlich beschränkt.

Edit: Nur weil ich jetzt schon zweimal gefragt wurde: Das Model, dass in der Alice Werbung zu sehen ist heißt mit Namen Vanessa Hessler und kommt aus Rom. Angeblich war sie 17 als die Kampagne erstellt wurde! 
Wen zur Hölle interessiert sowas? :-)

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Murks… doofes Sat-Moped

Samstag, 15. April 2006

Also mein Media-Center steht echt unter keinem guten Stern Freunde. Da kauft man sich das teuerste Gehäuse, das auf dem Markt ist (naja vielleicht gibt es noch was teureres) und dann ist erst das Display kaputt und nach der Reparatur der Power-Button.

Jetzt habe ich schon seit 2 Monaten keine Fernsehmöglichkeit mehr (zugegeben: ich vermiss es nicht, aber es geht hier um’s Prinzip) und deshalb hab ich jetzt einfach selbst ohne neuen MediaCenter Rechner zur Hilti gegriffen um die Löcher durch die Wand zu semmeln und die 2 Koaxkabel zu verlegen.

Jo, denk ich mir, alles easy! Einfach Sat-Karte in den PC und dann schön heute abend mal vorm Bildschirm mit aktuellem Programm chillen, ohne die 5000te Folge MacGyver, die ich mir ausgeliehen habe.
Nix is! GAMMEL is!

Aus irgendwelchen gründen bekomm ich exakt 2 Sender rein! Bibel.TV (???) und einen polnischen Regionalsender! Das ist nicht fair!!! Da war es ohne ja noch besser. ;-)

Wie auch immer. Irgendwann werde ich auch mein Gehäuse endlich wieder bekommen und einen neuen LNB haben (Verdacht: der hier am Haus ist nicht digitaltauglich). Dann können die 4500 unverschlüsselten Programme kommen und ich kann endlich die 12te Wiederholung von “Forever Eden” mit schwedischen Untertiteln schauen. :-D

Warum geht es “Datanörds” eigentlich immer nur darum es zu können? Eigentlich ist es mal ganz angenehm im Büro nicht mitreden zu können wenn es um die neuesten C-Klasse-Promis geht!

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