Sascha Postner macht Jagd auf Kommunikation, Webstandards und Public Relations

 

Archiv für die Kategorie „Altes“

Die Reform Lüge

Montag, 23. Juli 2007

In letzter Zeit kamen ja ein paar mehr Buchreviews aus dem Hause Blue Moped und auch dieses Posting ist ein solches.
reformluege.gif Diesmal geht es um das Buch “Die Reform-Lüge” von Albrecht Müller (Volkswirt, Soziologe und ehemaliger Abgeordneter), mit dem beschreibenden Untertitel: “40 Denkfehler, Mythen und Legenden, mit denen Politik und Wirtschaft Deutschland ruinieren”.
Der Autor könnte dem einen oder anderen auch durch seinen Blog “NachDenkSeitenDie kritische Webseite” bekannt sein, den er zusammen mit dem Juristen Wolfgang Lieb.

Das Buch versucht dem frustrierten und verunsicherten Bürger zu erläutern was es mit dem Reformstau, der uns täglich von Politikern, Medien und der Wirtschaft verkündet wird, wirklich auf sich hat. Albrecht Müller zeigt in 40 Beispielen wie, angeregt durch wenige Entscheider, Mythen, Denkfehler und bewußt verbreitete Unwahrheiten der Standort Deutschland künstlich schlecht geredet und kleingehalten wird.

Dabei entlarvt der1938 geborene ehemalige Ghostwriter von Wirtschaftsminister Karl Schiller Helfeshelfer der neoliberalen Desinformation (wie den Spiegel) und erklärt dem Leser warum Keynesianische Wirtschaftspolitik entgegen aller Unkenrufe immer noch up-to-date ist.

Die angesprochenen Mythen gleichen mittlerweile beinahe urbanen Legenden. So z.B. “Der Generationenvertrag trägt nicht mehr!” oder “Wir sind überschuldet!” oder auch immer gern genommen “Die Lohnnebenkosten sind zu hoch!”.

“Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.”

George Orwell, 1984

Wer immer schon mal kritisch hinterfragen wollte ob es wirklich stimmt, dass “die normalarbeitsverhältnis ein Auslaufmodell ist” und ob “Steigende Aktienkurse wirklich gut sind”, der sollte sich dieses Buch kaufen und sich diese differenzierte Meinung anhören.

Albrecht Müller gibt sich wirklich Mühe auch nicht Ökonomen die Fakten gut aufbereitet zu erläutern. Gelegentlich fällt er allerdings in eine Art der Vereinfachung, die er den neoliberalen PR Strategen, die seiner Meinung nach erheblich mit an der Erschaffung der Reformnachfrage beteiligt sind, vorwirft. Das erinnert dann etwas an Michael Moore, auch wenn Müller nun wirklich nicht vorzuwerfen ist populistisch zu arbeiten.

Dennoch sind die ein oder anderen Argumente nicht zuende ausgearbeitet, während andere endlos ausgewaltzt werden. Selbst für Liberale, Konservative und Hardcore Unternehmer ist das Buch eine Denkanregung, nicht zuletzt weil auch die SPD (für die Müller schon Bundestagsabgeordneter war) ihr Fett mehr als ab bekommt. Der Autor zeigt uns letztlich, dass nahzu alle Politiker, aller Parteien, dem gleichen Trugschluss aufsitzen und bewußt, oder unbewußt, an dem gleichen Märchen schreiben.

(Erwähnt sei aber auch, dass einige Themen in diesem Buch des Jahgangs 2005 möglicherweise mittlerweile von einigen Politikern begriffen wurden [Wolfgang Schäuble gehört mit Sicherheit nicht dazu!!!]. Doch die meisten Themen sind zeitlos, was auch Müllers Blog zeigt!)

Für unter 10 Eur ist das Taschenbuch zu haben und somit eine gute Lektüre für den Bus oder den Nachttisch (wenn man das ganze wie ich im Park ohne Sonnencreme gleicht die Gesichtsfarbe dummerweise hinterher dem Cover! :( )

Übrigens gibt es “Die Reform-Lüge” auch als Hörbuch, für alle die sich lieber beim Autofahren überzeugen lassen. ;-)

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Sehr geschickte SPAM Idee

Freitag, 20. Juli 2007

Heute ist mir mal wieder eine wirklich gut durchdachte SPAM Message ins Postfach getrudelt. Das Angezeigt Ergebnis für HTML-fähige Email Clients sah so aus:

 gut-gemachter-spam.jpg

Ich habe mich ernsthaft gewundert wie so eine offensichtliche Viagra-SPAM-Email durch meinen Filter kommen kann. Selbst diese offensichtlich randomisierte Zeichenfolge am rechten Rand kann eigentlich nicht dafür sorgen, dass so eine Mail durchgeht.
Deshalb habe ich mir den Quelltext angeschaut. Und siehe da: des Rätsels Lösung. Der SPAMer hat einfach Nachrichtenzeilen mit in den Quelltext gepackt und zwar in Style angaben. Zusätzlich sind so die einzelnen Buchstaben der Viagra Message so weit voneinander entfernt, dass man die einzelnen Worte nicht mehr als solches wahrnehmen kann. ;)

Sehr clever! Hier dazu ein Ausschnitt aus dem Quelltext (davor und danach habe ich gekürzt) :


<strong>Vi<span style="float: right; margin: 0px; color: #cbbc77; border: 0px"><font size="3">gtpaeqg</font></span>ag<span style="float: right; margin: 0px; color: #cbbc77; border: 0px"><font size="3">xbmvdwwrei</font></span>ra $1.79 C<span style="float: right; margin: 0px; color: #cbbc77; border: 0px"><font size="3">nqcymfibva</font></span>ial<span style="border-top: 0px; float: right; margin: 0px; color: #cbbc77; border-bottom: 0px; br: 0px"><font size="3">rqarpuqy</font></span>is =
$3.93</strong>

<style>      * Depot    * Übersicht    * DerivateSenat stoppt Bushs EinwanderungsgesetzImmer wieder haben Mediziner vergeblich versucht, den Aids-Erreger aus dem menschlichen Körper zu vertreiben. Jetzt aber ist es deutschen Forschern gelungen, das HI-Virus auszuschalten - mit einem speziell abgerichteten Molekül. Von Johann Grolle mehr...      38 Beiträge, Neuester: Heute, 17.05 Uhr von Münchner    *      Illegales Ferrari- Rennen: Mit 180 durch den Elbtunnel Video abspielen...    * Mund auf: Gähnen kühlt das Gehirnblättern    * Umfrage: Steinmeier hängt Beck ab    * Zeitgeschichte      Harry Potter: Weltpremiere in Japan Video abspielen...</style>
<h4>and man<span style="margin: 0px; color: #cbbc77; border: 0px" />y other it<span style="border-right: 0px; float: right; margin: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px; br: 0px" />ems for 10% of the price.
<a href="http://blog.postner.de/">Click to visit the shop
</a></h4>
<hr />

Das ganze endet dann halt in der Ausgabe, die man oben als Bild sieht. Super finde ich, dass in dem Link wirklich keine Adresse steht, also ein Klick auf “Click to visit the shop” einfach eine leere Seite öffnet! ;) Entweder ist das ein Testlauf, oder die Spamer werden einseitig cleverer und verblöden auf der anderen Seite doppelt!

Da bin ich mal gespannt wie lange es dauert bis die Anti-SPAM-Feuerwehr auch diesen Kniff überwindet.

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Wolfgang Schäuble = Stasi 2.0

Freitag, 13. Juli 2007

Ich bin nun auch stolzer Träger eines Wolfgang Schäuble, Stasi 2.0, T-Shirts. Warum? Zunächst nur weil ich Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung untertützen wollte, der den kompletten Gewinn des mit Spreadshirt erstellten Shirts erhält.

937794_5381322_1_big.jpgMittlerweile betrachte ich es aber auch als einen Ausdruck meiner Abneigung gegen eine Politik, die glaubt (oder uns glauben machen will – k.A. was schlimmer ist) man könne mit Stasi Methoden, einer Kultur der Angst, der lückenlosen Überwachung und Guantanamo-artigem Verhalten Terror unterbinden. Jeder der sich ähnlich machtlos vorkommt sollte so ein T-Shirt haben! :-)

Wir leben bereits in einem Überwachungsstaat und unser Innenminister hat nichts besseres zu tun als ernsthaft vorzuschlagen “terroristische ‘Gefährder’ in Unterbringungsgewahrsam zu nehmen oder ihnen die Kommunikation per Handy oder Internet zu verbieten.”

Als wenn Terroristen sich davon beindrucken lassen würden, dass Ihnen verboten wird mit dem Handy zu kommunizieren? Hallo? Wer glaubt denn ernsthaft er könnte bei “intelligenten” (!) Terroristen überhaupt mitbekommen, was sie planen, nur weil man Telefone abhört oder Emails mitliest? Wer ein ganz kleines bissl Ahnung hat der Verschlüsselt seine Kommunikation so, dass Mr. Stasi das ganze nun mal einfach nicht liest.

Außerdem, und das ist noch eine deutliche Hausnummer krasser, will Schäuble auch noch “den Straftatbestand der Verschwörung einführen” und “die gezielte Tötung Verdächtiger durch den Staat mittels einer Anpassung des Grundgesetzes zu ermöglichen”.

Sag mal geht’s noch? Soweit ich mich erinnere waren genau dies Punkte, die man den Regimes und Diktatoren vorgeworfen hat, die die westliche Welt in den vergangenen Jahrzenten plattgemacht hat!
Oh mann! Ich fasse es nicht, dass man sowas überhaupt denken kann und noch im Amt bleiben darf! Argh!

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Wissenschaftliches Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0

Samstag, 30. Juni 2007

Auch wenn man am liebsten nie aufhören würde zu studieren und erst recht wenn man am liebsten gar nicht früh genug aus der Uni in die wirkliche Welt entlassen werden würde, irgendwann erwischt sie jeden: Die Abschlussarbeit.

openoffice.jpgDies in meinem Fall der Grund, der mich zum Kauf dieses Buches bewegt hat. Aber wie das Cover schon selber sagt, es geht um wissenschaftliche Arbeiten im Allgemeinen. Von der Dissertation bis zur einfachen Seminararbeit.

OpenOffice ist dabei meiner Meinung nicht nur wegen seiner kostenlosen Verfügbarkeit dem, “leider” auch bei vielen Stundenten, verbreitetem Microsoft Word vorzuziehen.

Jeder der schon mal eine Arbeit, die mehr als 4 Seiten umfasst, mit Word geschrieben hat, kann sicherlich ein Lied davon singen wie das Microsoft Programm den Verfasser mit seinen kreativen Formatierungsüberraschungen und Anzeigefehlern zur Verzeweiflung treiben kann.

Dabei sind viele Problem nicht umbedingt auf mangelnde Kenntnis des Benutzers zurück zu führen, sondern vielmehr ein Resultat der Tatsache, dass Word mit großen Dokumenten (in denenen vielleicht sogar, welch “Zumutung”, ein paar Grafiken enthalten sind) nicht mehr richtig umgehen kann.

Der Writer in OpenOffice hingegen kann auch umfangreichste Dokumente verwalten und bietet zusätzlich eine sensationelle Formatierungssystematik, die nachträgliches Umformatieren wiederholender Inhalte zum Kinderspiel macht. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit Literaturdatenbanken aufzubauen und die für wissenschaftliche Arbeiten üblichen Fußnoten, Querverweise, Verzeichnisse und Formate zu verwalten.

OpenOffice ist dabei sehr leicht zu bedienen und ist nach kürzester Umgewöhnungszeit für Microsoft Office Anwender einfach zu bedienen.

Der Autor Kai Surendorf, selber Student, kennt als Verfasser mehrerer Bücher die Problematiken, die beim erstellen eines umfangreichen Manuskripts auftauchen ziemlich genau.
Deshalb ist das Buch auch nicht nur eine gute Einführung in OpenOffice.org sondern auch gespickt mit nützlichen Hinweisen, die nicht nur in diesem Office Paket Verwendung finden dürften, sondern generell beim Verfassen von wissenschaftlichen Texten von Bedeutung sind.

Die Zielgruppe sehe ich gespannt zwischen Anfängern, denn es wird auch kurz die Installation und die grobe Funktion der Open Source Software erläutert (also auch so banale Dinge wie die Zwischenablage), und Profis, die sicherlich einige Kapitel überblättern können aber dennoch umfangreiche Tipps und Tricks geboten bekommen.

Mir zum Beispiel hat am besten die Kurzeinführung in OpenOffice Base geholfen, die am Beispiel einer Literaturdatenbank erläutert wie man Datebanken einrichtet, bearbeitet und verwendet.
Ich habe nun Dank diesem Buch eine Datenbank mit allen verwendeten Zitaten und kann auf Knopfdruck das Literaturverzeichnis auswerfen. Eine Hilfe, die zwar bei der Einrichtung etwas Arbeit verlangt, dafür aber auf lange Sicht deutlich zeitsparender sein dürfte!

Insgesamt ist das Buch mit 19,95 Eur sicherlich nicht zu teuer, zumal es als Hardcover daher kommt. Innenliegend findet sich auch eine CD, die das OpenOffice bereits enthält und auf der auch noch einige andere Vorlagen, Software und Tools enthalten sind.

Fazit: Ein weiteres Klasse Buch aus dem Galileo Computing Verlag. An die Liebe zum Detail (für mich ist ein integrierter Lesezeichenfaden einfach gern gesehen) aus diesem Hause kann man sich gewöhnen.
Wer dieses Buch ließt BEVOR er seine Magister-, Diplom oder Examensarbeit schreibt hat sicherlich am Ende viel Zeit gespart.

Auch gibt es wieder einen OnlineCode um sich auf der Webseite zum Buch Ergänzungen herunterzuladen. Da ist aber bisher noch tote Hose! ;-)

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Genesis – Turn it on Again

Donnerstag, 28. Juni 2007

Ich gehöre zu einem der wenigen Menschen, die nicht nur so gut wie alle Genesis Alben als CD oder Schallplatte besitzen und sich dabei nicht auf die Zeit mit oder ohne Peter Gabriel festlegen, sondern auch noch dazu stehen diese Musik noch immer gut zu finden.

Das führt gelegentlich zu obskuren Dialogen:
„Ich muss heute etwas früher los, ich geh noch auf ein Konzert“
„Echt, wer spielt denn?“
„Genesis!“
„Ähm… aha!“
„Ja in Düsseldorf. Ich geh mit meinen Eltern hin!“
(verständnisvolles Lächlen) „Achso, hast’e geschenkt bekommen, ne?“
„Öhm, ne. Das ist eigentlich umgekehr!“

Am 27.6.2007 war ich dann nun tatsächlich mit meinen Eltern bei dem Genesis Konzert in der LTU Arena in Düsseldorf. Toll organisiert, nicht zu voll im Innenraum (was beides sicherlich vor allem der Halle zu Gute gehalten werden muss) und mit einer Show, die für die 65 Eur pro Innenraumkarte mehr als entschädigte. Im Ganzen fast 3 Stunden standen die 3 Herren Phil Collins, Mike Rutherford und Tony Banks zusammen mit den Jahrzehnte lang Genesis Touren begleitenden Live Musikern Daryl Sturmer und Chester Thompson auf der Bühne und feuerten vor einer sehr ansprechenden Bühne einen guten Querschnitte aus alten und neuen Songs ab.

Als ganz besonderes Highlight des Abends verkündete Phil Collins zu Beginn der Show, dass das Konzert Live in mehrere Europäische Länder übertragen wird, darunter Spanien, Großbritannien und Schweden. Dort saßen zeitgleich in über die Länder verstreuten Kinos Fans der Band um das Geschehen aus Düsseldorf auf dem Bildschirm zu verfolgen.

Die auf den ersten Blick unspektakulär gestaltete Bühne entpuppte sich im Verlauf der Show zu einer ausgeklügelten Multimedia Installation, auf deren Kompletter Fläche Videos und Animationen eingeblendet werden konnten und in deren Rücken mehrere Scheinwerfer Wagen über Schienen auf und ab fahren konnten. Auch ein abschließendes Feuerwerk zu “Invisble Touch” durfte natürlich nicht fehlen.

Genial auch wie auf der Rückwand mit alten Genesis Motiven gespielt wird. Egal ob bei einigen Songs alte Fotos und Videos der Band durchlaufen oder Strichmännchen-Animationen alte Plattencover zitieren.

Der absolute Hammer, und hier muss man die Musikindustrie wirklich mal für Kreativität und Einfallsreichtum loben, ist die Tatsache, dass man sich von JEDER Show eine Live DoppelCD bestellen kann. Selbst ich, der ich eigentlich alle Songs die Genesis an diesem Abend gespielt hat auch in einer Liveversion besitze, finde den Gedanken eine CD von “meinem” speziellen Konzert zu besitzen verlockend und bin bereit dafür die 30$ bei TheMusic.com zu zahlen.
Ganz verrückte können sich auch eine Collectorsbox mit allen 22 Konzerten für um die 800$ kaufen… (no comment!).
Außerdem wird es wohl Ende des Jahres noch einige weitere Medien geben. So eine Band-Geschichts-DVD und eine Tourhistory. Ich hätte mich zwar mehr auf eine Live DVD gefreut, aber vielleicht ist diese ja in der Tourhistory enthalten.

Vielleicht versteht ja endlich jemand, dass es keinen Sinn mehr macht mit konventionellen Methoden wie Konzertfotos Geld zu machen, wenn ich am nächsten Tag 500 Fotos bei Flickr downloaden kann. Da ist so eine Live CD sicherlich ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Auch die Genesis Homepage hat ein Remake erhalten. Sie ist jetzt sehr Flashlastig und spielt intensiv mit dem Artwork alter CDs, was zumindest mir sehr gut gefällt. Während des Konzerts erhält man auch einige Ausblicke auf zukünftige Interaktive Features der Seite, sowie eine Möglichkeit sich in den exklusiven Teil der Webseite einzuloggen.

Zusammenfassend läßt sich sagen:
Es hat sich gelohnt. Es war schon immer schwierig die alten Fans der Gabriel Zeit zufriedenzustellen und gleichzeitig die neuen Fans der poppigen Collins Zeit nicht zu vernachläßigen und umgekehrt. Auch in diesem Konzert und mit dieser Tour kann dieser Balanceakt nur halb aufgehen.
Wer die psychodelischen Sounds vergangener Tage hören will ist von Hits wie “I can’t dance” oder “No son of mine” sicherlich angestresst. Umgekehrt will ein Collins Fan nicht umbedingt 15min instrumental Stücke aus Nursery’s Crime hören. Mir gefällt beides, auch wenn die alten Stücke ohne Musical-artige Performance von Peter Gabriel mit phantastischen Kostümen nun mal einfach nicht so abgedreht sind.

Aber vielleicht bekommen Genesis Fans in ein paar Jahren noch eine Reunion Tour geboten. Diesmal mit Peter Gabriel und Steve Hackett? :-)

Fotos von der Show findet man unter anderem hier Flickr

Filme von den Konzerten findet man unter anderem hier YouTube

EDIT: Es gibt eine nette social community die alle Medien rund um die aktuelle Genesis Tour Sammelt: Genesis Space

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