Sascha Postner macht Jagd auf Kommunikation, Webstandards und Public Relations

 

Artikel-Schlagworte: „Buch“

Buch: Presenting to Win

Samstag, 3. Oktober 2009

Presenting to Win

Diesmal eine weniger technische Buchempfehlung von mir: “Presenting to Win” von Jerry Weissman (19,90€ | 978-0137144174) ist ein Ratgeber der hilft die eigenen Präsentationsfähigkeiten zu optimieren.

Obwohl ich schon einige “Wie-präsentiere-ich-besonders-toll” -Bücher im Schrank habe, ist dieser Hardcoverband wirklich als besonders gelungen hervorzuheben. Das liegt in erster Linie daran, dass hier nicht über endlose Seiten vorgestellt wird, wie PowerPoint-Folien gestaltet und die zu vermittelnden Inhalte darin möglichst kreativ untergebracht werden können. Weissmann geht es zu großem Teil darum “wie die Story gut herübergebracht werden kann!”

Und genau hier liegt das Problem vieler Präsentatoren. Im Regelfall ist schon die Struktur und der Inhalt der Präsentation so schlecht, dass selbst gute Materialien die Geschichte nicht mehr retten würden. Daher beschäftigen sich dann auch konsequenterweise 80% des Buches damit, wie Inhalte aufzubereiten sind, damit man selbst als Präsentator seine Botschaft vermittelt bekommt.

Das Bild “das Publikum vom Punkt A (da wo es vor der Präsentation ist) zum Punkt B (wo man als Präsentierender es anschließend gerne haben möchte)” zu kriegen, wird zwar im Buch überstrapaziert, dies jedoch völlig zu recht. Redner vergessen nur zu gerne die Motivation des Rezipienten. Jeder der die Essener Kommunikationswissenschaft kennt weiß: Hier werden bei mir offene Türen eingerannt! :-) Punkte wie WIIFY (What is in it for you) oder der “call for action” werden nur zu gerne undeutlich verschlüsselt zwischen den Zeilen des Vorgetragenen versteckt. Ein großer Fehler! Resultat: MEGO (Mine Eyes Glaze Over) = Aufmerksamkeit liegt auf dem Blackberry oder der hübschen Tapete.

Wer dieses Buch ließt wird feststellen, dass PowerPoint-, KeyNote- oder Prezi-Präsentationen nur unterstützenden Charakter haben. Du als Präsentator, als Vortragender, bist der auf dem der Fokus liegen muss. Nicht zuletzt, da es ja auch um deine Reputation geht. Ein Fazit lautet daher: Jede PowerPoint-Präsentation, die per Mail verschickt und von einem Fremden verstanden werden kann, ist eine schlechte Präsentation!

Auch wenn man sich teilweise sehr zusammenreißen muss die Hinweise und Guidelines dieses Ratgebers umzusetzen wird einem dies zigfach zurückgezahlt. Die erste Präsentation bei der ich mich beruflich entlang von Weissmanns Ideen vorgearbeitet habe war bereits ein voller Erfolg, und das obwohl ich nur bestimmte Aspekte nutzen konnte. Übung macht hier den bekannten Meister! :)

Für ein Hardcover dieses Kalibers sind 20 Euro wirklich gut investiert.

Kudos für diesen Buchtip gehen übrigens an , der dieses Buch in seiner Session beim BarcampCologne3 präsentiert hat.

Popularity: 100% [?]

Buch: Forms that Work

Sonntag, 6. September 2009

Forms that WorkAuf Empfehlung von Sylvia Egger fand die letzte Woche das Buch “Forms that Work” von Caroline Jarrett und Gerry Gaffney (ISBN: 1558607102 | 23,95 €) den Weg auf meinen Nachttisch. Wie dem Untertitel “Designing Web Forms for Usability” zu entnehmen ist, geht es um die professionelle Gestaltung von Webformularen.

Die Autoren legen viel Wert darauf, dass es in diesem Buch nicht um die technische Umsetzung der Ratschläge geht. Viel mehr gilt es ein Gefühl für die Usability Probleme der User zu gewinnen und die Bedeutung von Usability Tests zu begreifen.
Darüber hinaus werden aber auch praktische Guidelines und Fallstricke beschrieben. Jarret und Gaffney orientieren sich hier an den drei Grundpfeilern von Formularen: Der Beziehung zum User, der Interaktion und der Optik.

Vorschusslorbeeren erhielt das Buch für mich bereits durch das Vorwort von Steve Krug. Und ähnlich wie sein gar nicht oft genug gelobtes Werk “Don’t make me think” ließt sich auch dieses Buch locker innerhalb eines Nachmittags und wirkt durch die vielen Illustrationen, Screenshots und Karikaturen sehr kurzweilig. Es macht einfach Spaß die Fallbeispiele (von teilweise namhaften Webseiten) durchzugehen und sich die Verbesserungen von Jarrett und Gaffney zu erarbeiten. Hier kommt durch gedankenanregende Fragen auch der Leser ins Spiel.

Nachdem das Buch über mehrere Kapitel zeigt worauf es beispielsweise ankommt wenn persönliche, sensible Daten abgefragt werden, wie Pflichtfelder sinnvoll ausgezeichnet werden sollten und wie man Fragen so stellt, dass diese einfach zu beantworten sind, wird abschließend noch auf den Bereich Usability Tests eingegangen. Sinnvoll ergänzt wird das Buch dann an dessen Ende durch eine ausführliche Literaturliste mit Lesetipps rund um den Bereich Formulare und Usability.

Als Fazit mag der “Blurb” von Jakob Nielsen dienen.

“The humble form: it may seem boring, but most of your website’s value passes through forms. Follow Jarrett & Gaffney’s guidelines, and you’ll probably double your online profits.” – Jakob Nielsen, Principal, Nielsen Norman Group

Ich schätze Jakobs Expertiese und kann mich dieser Meinung nur vollständig anschließen. Wer die Conversion seiner Formulare steigen möchte oder einfach nur vermeiden will, dass User beim Ausfüllen der eigenen Formulare oft frustriert abbrechen sollte bei diesem Buch zuschlagen!

Links zum Artikel

“Forms that Work” bei Amazon
Die Webseite zum Buch.

Popularity: 95% [?]

Groundswell – Social Media Strategien für Unternehmen

Donnerstag, 27. August 2009

groundswell_cover2Immer mehr Kommunikationsprofis sind interessiert an Social Media. Dummerweise denken zuviele Menschen, mich eingeschlossen, bei diesem Thema meist nur an spannende Technologien wie Twitter oder YouTube. Wenn es um die Integration des Phänomens “Social Media” in die eigene Unternehmens-Kommunikation geht, sollte es jedoch nicht in erster Linie um die zwanghafte Verwendung von “Buzz-Word-Technologien” gehen.

Groundswell – winning in a world transformed by social technologies” schafft es genau diese Tatsache hervorzuheben. Charlene Li und Josh Bernoff zeigen Wege auf, eine für die eigenen Mittel geeignete Social Media Strategie zu entwickeln, die unabhängig von eingesetzten Technologien funktionieren kann.

Keymessage ist dabei nach dem “POST”-Prinzip vorzugehen. Dazu werden vier Säulen jedes Social Media Engagements betrachtet

  1. People: Wie leider viel zu selten in Kommunikation (und der dazu gehörigen Wissenschaft) wird hier der Fokus stärker auf den Rezipienten gelegt. Wird er ausser Acht gelassen, ist jedes Engagement im sozialen Web zum Scheitern verurteilt. Wer ist eigentlich meine Zielgruppe und wie genau verhält sich diese im Netz. Sind meine User eher sogenannte “Joiner”, die sich in Communities wie Facebook oder StudiVZ aufhalten, oder habe ich es eher mit “Creatoren” zu tun, die sich aktiv bloggend oder podcastend durch das Web 2.0 bewegen. Wofür ist meine Zielgruppe eigentlich bereit?
  2. Objectices: Wie genau sieht eigentlich meien Zielsetzung aus? Geht es darum bereits bestehende Kunden noch weiter an meine Marke zu binden? Oder will ich versuchen über Mund-zu-Mund-Propaganda den Absatz zu stärken? Möglicherweise ist das Ziel aber auch dem “Groundswell” zuzuhören und wertvolle Einsichten in die eigenen Kunden zu bekommen! Nur wer genau weiß was er überhaupt im Web 2.0 erreichen will, der kann dies auch durchsetzen.
  3. Strategy: Es muss eine Strategie entwickelt werden, wie das Engagement im Bereich Social Media die eigene Firma beeinflussen soll. Wie soll sich das Verhältnis zu den Kunden und Usern verändern? Auch ist es unerlässlich den Erfolg der Strategie zu messen, nicht zuletzt um intern die eigene Arbeit zu dokumentieren und möglicherweise die Strategie anpassen zu können.
  4. Technology: Erst ganz am Schluss sollte es um die Technologien gehen, die zum erreichen der Zielgruppe und der Umsetzung der eigenen Ziele durch die Strategie benötigt werden.

In diesem Buch werden zwar auch exemplarisch einige Case Studies beschrieben die gut umgesetzt wurden und größtenteils das POST Paradigma angewendet haben, viel wichtiger aber ist die Erkenntnis, dass es nicht darum geht die Ideen und Strategien anderer Marken zu kopieren. Die Autoren schaffen es wunderbar aufzuzeigen, dass ein generelles Verständis des Phänomens “Groundswell” die eigene Unternehmenskommunikation auch für die Zukunft mit noch gar nicht vorhanden Technologien rüstet.

Genau aus diesem Grund ist es absolut unverständlich warum die deutsche Ausgabe den Titel “Facebook, You Tube, Xing & Co. Gewinnen mit Social Technologies” trägt. Dies impliziert fälschlicherweise den eben nicht vorhandenen Schwerpunkt im Bereich der ganz spezifischen Technologien. Ein Anspruch dem das Buch Gott sei Dank nicht gerecht wird. Dieser Zustand schlägt sich daher auch in den deutschen Kommentaren nieder (zumal XING als deutsches Phänomen nicht ein einziges mal im Buch erwähnt wird).

Von meiner Seite ist das Buch indes eine ganz klare Kaufempfehlung. Es hilft auf dem Teppich zu bleiben und sich VOR Implementierung einer Social Media Strategie noch einmal die richtigen Fragen zu stellen!

Popularity: 89% [?]

Erstes Buch Publiziert: Erster Eindruck aus zweiter Hand

Dienstag, 12. Mai 2009

Meine Studie “Erster Eindruck aus zweiter Hand” ist knapp ein halbes Jahr nach der Einreichung als Magisterarbeit jetzt als Buch erschienen (ISBN: 978-3-8322-8080-2 | 24,80 Euro). Der Band trägt die Nummer 28. der Institutsreihe “Essener Studien zur Semiotik und Kommunikationsforschung”, die im Shaker Verlag erscheint.

Inhaltlich beschäftigt sich die Studie mit zwischenmenschlichen Begegnungen in avatarbasierten Onlinewelten. Am Beispiel von Second Life wird aufgezeigt, welche sozio-perzeptiven Kontaktmöglichkeiten den Nutzern in dreidimensionalen virtuellen Welten zur Verfügung stehen und welchen Einfluss diese auf computervermittelte Kommunikation haben können.

Die Buchreihe stützt sich auf den institutionellen Zusammenschluss ihrer drei Herausgeber, Prof. Dr. H.W. Schmitz, Prof. Dr. Achim Eschbach und Prof. Dr. Jens Loenhoff, in der Essener Kommunikationswissenschaft der Universität Duisburg-Essen.

Mehr Informationen und portofreie Erwerbsmöglichkeiten findet Ihr hier:

Popularity: 69% [?]

Wissenschaftliches Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0

Samstag, 30. Juni 2007

Auch wenn man am liebsten nie aufhören würde zu studieren und erst recht wenn man am liebsten gar nicht früh genug aus der Uni in die wirkliche Welt entlassen werden würde, irgendwann erwischt sie jeden: Die Abschlussarbeit.

openoffice.jpgDies in meinem Fall der Grund, der mich zum Kauf dieses Buches bewegt hat. Aber wie das Cover schon selber sagt, es geht um wissenschaftliche Arbeiten im Allgemeinen. Von der Dissertation bis zur einfachen Seminararbeit.

OpenOffice ist dabei meiner Meinung nicht nur wegen seiner kostenlosen Verfügbarkeit dem, “leider” auch bei vielen Stundenten, verbreitetem Microsoft Word vorzuziehen.

Jeder der schon mal eine Arbeit, die mehr als 4 Seiten umfasst, mit Word geschrieben hat, kann sicherlich ein Lied davon singen wie das Microsoft Programm den Verfasser mit seinen kreativen Formatierungsüberraschungen und Anzeigefehlern zur Verzeweiflung treiben kann.

Dabei sind viele Problem nicht umbedingt auf mangelnde Kenntnis des Benutzers zurück zu führen, sondern vielmehr ein Resultat der Tatsache, dass Word mit großen Dokumenten (in denenen vielleicht sogar, welch “Zumutung”, ein paar Grafiken enthalten sind) nicht mehr richtig umgehen kann.

Der Writer in OpenOffice hingegen kann auch umfangreichste Dokumente verwalten und bietet zusätzlich eine sensationelle Formatierungssystematik, die nachträgliches Umformatieren wiederholender Inhalte zum Kinderspiel macht. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit Literaturdatenbanken aufzubauen und die für wissenschaftliche Arbeiten üblichen Fußnoten, Querverweise, Verzeichnisse und Formate zu verwalten.

OpenOffice ist dabei sehr leicht zu bedienen und ist nach kürzester Umgewöhnungszeit für Microsoft Office Anwender einfach zu bedienen.

Der Autor Kai Surendorf, selber Student, kennt als Verfasser mehrerer Bücher die Problematiken, die beim erstellen eines umfangreichen Manuskripts auftauchen ziemlich genau.
Deshalb ist das Buch auch nicht nur eine gute Einführung in OpenOffice.org sondern auch gespickt mit nützlichen Hinweisen, die nicht nur in diesem Office Paket Verwendung finden dürften, sondern generell beim Verfassen von wissenschaftlichen Texten von Bedeutung sind.

Die Zielgruppe sehe ich gespannt zwischen Anfängern, denn es wird auch kurz die Installation und die grobe Funktion der Open Source Software erläutert (also auch so banale Dinge wie die Zwischenablage), und Profis, die sicherlich einige Kapitel überblättern können aber dennoch umfangreiche Tipps und Tricks geboten bekommen.

Mir zum Beispiel hat am besten die Kurzeinführung in OpenOffice Base geholfen, die am Beispiel einer Literaturdatenbank erläutert wie man Datebanken einrichtet, bearbeitet und verwendet.
Ich habe nun Dank diesem Buch eine Datenbank mit allen verwendeten Zitaten und kann auf Knopfdruck das Literaturverzeichnis auswerfen. Eine Hilfe, die zwar bei der Einrichtung etwas Arbeit verlangt, dafür aber auf lange Sicht deutlich zeitsparender sein dürfte!

Insgesamt ist das Buch mit 19,95 Eur sicherlich nicht zu teuer, zumal es als Hardcover daher kommt. Innenliegend findet sich auch eine CD, die das OpenOffice bereits enthält und auf der auch noch einige andere Vorlagen, Software und Tools enthalten sind.

Fazit: Ein weiteres Klasse Buch aus dem Galileo Computing Verlag. An die Liebe zum Detail (für mich ist ein integrierter Lesezeichenfaden einfach gern gesehen) aus diesem Hause kann man sich gewöhnen.
Wer dieses Buch ließt BEVOR er seine Magister-, Diplom oder Examensarbeit schreibt hat sicherlich am Ende viel Zeit gespart.

Auch gibt es wieder einen OnlineCode um sich auf der Webseite zum Buch Ergänzungen herunterzuladen. Da ist aber bisher noch tote Hose! ;-)

Popularity: 22% [?]

Diese Seite hat Beta Status!
Mein XING-Profil. Mein Linkedin-Profil. Mein PGP-Schlüssel. Meine Amazon Wunschliste. Mein Twitter Account.
Volltextsuche Im Blog nach