Sascha Postner macht Jagd auf Kommunikation, Webstandards und Public Relations

 

Artikel-Schlagworte: „Google“

Browserkrieg 2.0? Google steigt ein in die Webbrowser-Entwicklung.

Dienstag, 2. September 2008

Da habe ich gerade noch gestern zusammen mit David Maciejewski und Daniel Jagszent die neue Beta 2 des Internet Explorer 8 mal etwas näher unter die Lupe genommen habe und wir durchaus angenehm überrascht und zufrieden mit der Entwicklung des Microsoft Browsers waren, vermeldet heute Google, dass sie einen eigenen Browser Namens Chrome herausbringen werden.

Da zeichnet sich IMHO ein neuer Browserkrieg ab, in dem dann vor allem vier “Big Player” versuchen werden den Kuchen aufzuteilen. Wie schwer es allerdings für Google werden dürfte den eigenen Browser unter das Volk zu bringen zeigen ja die Zahlen des Firefox-Browsers, der immerhin den Markt wieder etwas in Schwung gebracht hat. Wie schnell Safari von Apple hier zum Achtungserfolg des Mozilla-Projekts aufgeschlossen hat (immerhin derzeit bereits runde 6.4% Marktanteil) und die relative Stagnation des Feuerfuchses zeigen, dass ein eigenes OS als gute Vermarktungskanal durchaus wichtig ist.

Da einige neue Funktionen des Platzhirsches “Internet Explorer” durchaus der Google-Politik “Daten sammeln was das Zeug hält” entgegenwirken, wie z.B. InPrivate Browsing und vor allem InPrivateBlocking (höre den Podcast für mehr Infos), erscheint diese Kampfansage heute wie eine Verteidigung des Werbe-Geschäftsmodells und der Siteübergreifenden Datensammlung ala Google-Analytics und WebSense.

Wie auch immer diese Grabenkämpfe weitergehen, die Hinwendung von Microsoft zu Webstandards und die guten Entwicklungen des Internet Explorers zeigen wohin die Reise derzeit geht. Webstandards, Individualisierung, Sicherheit und Usability. Wenn sich da alle Hersteller dran halten, kann ein solcher Browserkrieg 2.0 letztlich vor allem dem Anwender nützen. Schade wäre es nur, wenn im Kugelhagel zwischen Google, Microsoft und Apple vielversprechende Projekte wie der Firefox- oder Opera-Browser auf der Strecke blieben!

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Google Mashup für live Trainspotting

Montag, 14. Juli 2008

Ein sehr nettes Google Maps Mashup ist die “Train Map” auf swisstrains.ch. Man kann auf der Seite die Züge der Schweizer Bahn (bis hin zu S-Bahnen) bei der Fahrt beobachten. Klicks auf die Züge rufen weitere Informationen auf; man kann sogar einzelne Züge (bzw. deren Icons) automatisch bei ihrer Fahrt durch die Schweiz verfolgen. Auch Informationen zu den Fahrplänen und den einzelnen Stationen sind per Klick abrufbar.

Allerdings beruhen die Informationen NICHT auf GPS-Daten oder den Echtzeitinformationen der Schweizer Bahnen. Die Bewegungen und Standortbestimmungen werden aus den Fahrplänen gewonnen und dann quasi nachgespielt. Seit Anfang des Jahres 2008 werden allerdings die Verspätungen, die bekannt sind, mit eingerechnet, so dass sich ein einigermaßen realistisches Bild darstellen läßt und man sich eigentlich sicher sein kann die S-Bahn noch zu erwischen, wenn man von zuhause nachsieht ob sie noch ein paar Minuten vor der gewünschten Haltestelle fährt.

Erwähnenswert finde ich das Projekt vor allem deshalb, weil es nicht mit der SBB (Schweizer Bundes Bahn) affiliert ist und einfach die frei im Internet verfügbaren Daten nutzt. Im Gegensatz zu Albrecht Ude, empfinde ich dieses Projekt allerdings in erster Linie als nette Spielerei, dass aber in jedem Fall Fahrpläne nett visualisiert und optisch ansprechend präsentiert!

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